Allgemein · Tagebuch

Welpenhochzeit

Meine Schwester heiratet. Bald. Genau genommen in exakt zwei Wochen.

Ich liebe meine Schwester, sie wird eine zauberhafte Braut, weil sie ein zauberhafter Mensch ist. Und die Hochzeit wird seit knapp einem Jahr geplant, ich habe wie der Rest der Familie fast kein anderes Gesprächsthema mehr. Wir haben gebastelt, gekocht, geplant … Wir werden schminken, frisieren, backen, dekorieren, singen … Und ich freue mich drauf!

Amornrat_Photography_Styled_Shooting_Hochzeit_Inspiration_Mitten_ins_Herz_Oelde_Bürgerhaus_Rieke_Nico_014Amornrat_Photography_Styled_Shooting_Hochzeit_Inspiration_Mitten_ins_Herz_Oelde_Bürgerhaus_Rieke_Nico_010Trotzdem ist es ziemlich gruselig, wenn die Schwester heiratet. So viel älter als ich ist sie nicht. In meinem Umfeld fangen langsam immer mehr Leute damit an, zu heiraten. Kinder zu planen. So erwachsen fühle ich mich definitiv noch nicht. Nicht einmal ansatzweise.

In einem Jahr schreibe ich hoffentlich meine Masterarbeit und bewerbe mich für ein Volontariat. Oder direkt einen festen Job. Und dann? Bin ich fertig ausgebildet. Zumindest auf dem Papier. Gruselig, gruselig, gruselig. Aber genau das will ich. Seit Jahren fiebere ich darauf hin, meinen Traumberuf zu bekommen. Ein Haus zu bauen, eine Hochzeit zu planen und Kinder zu bekommen. Darauf, dass der Beruf bald kommt, freue ich mich am meisten. Ich bin gut in dem, was ich tun möchte, es macht mir Spaß und ich weiß genau, was ich will.
Alles andere ist immer noch seehr, sehr weit entfernt für mich. Vielleicht manchmal (wie oben beschrieben) als Gedankenspielere schön. Irgendwann will ich das alles, ja. Und gerade wenn es im Moment irgendwie Thema bei anderen ist, denke ich noch mehr darüber nach. Und ich kann mir nicht vorstellen, in den nächsten fünf Jahren so weit zu sein. Vielleicht auch nicht in den nächsten zehn.

Ich fühle mich immer noch wie am Tag meiner Einschulung – aufgeregt, glücklich, ehrgeizig, mit einer ungefähren Vorstellung, was Tolles auf mich zukommen könnte. Und keinen Tag älter. Wirklich nicht.

Aber vielleicht ist es ja bei anderen auch so. Und vielleicht wache ich ja auch irgendwann früher als in zehn Jahren auf und merke, dass die Zeit passt. Oder – mein Favorit – ich bemerke, dass die Schuhe gar nicht so groß sind, wie ich denke, und alle anderen sich auch niemals erwachsen fühlen. Bis dahin stolpere ich weiter wie ein Welpe durch mein Leben und tapse mal in eine Pfütze, mal in einen Schokobrunnen.

Gefällt mir eigentlich ganz gut.

Tapsige Grüße

Rieke

Fotos: Natürlich Ami von Amornrat Photography, selbstverständlich haben Nico und ich nicht geheiratet, das war nur ein Shooting für Mitten ins Herz, die Hochzeitsdienstleister. 🙂

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